Willow Creek gehört mir!

26. Januar 2012

Heute hat in Stuttgart der Willow Creek Leitungskongress 2012 angefangen. Ehrlich: Ich bin kein Willow-Fan. Mir ist das alles nicht nur eine Nummer zu groß, sondern auch zu sehr auf Methoden ausgerichtet – und aufs Optimieren. Ich glaube nicht, dass geistliches Wachstum oder Gemeindbau so funktionieren und ärgere ich manchmal richtiggehend über entsprechende Publikationen. Den ganzen Beitrag lesen »

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Gedanken zum Gebet für verfolgte Christen

24. Januar 2012

“Wie kann ich für verfolgte Christen beten?” und “Was bringen diese paar gestammelten Worte schon gegen das unsägliche Leid, das diese Menschen erleben?” Diese Fragen treiben mich immer wieder in meiner persönlichen Gebetszeit um. Den ganzen Beitrag lesen »

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Die stille Mehrheit spricht: Was Müttern in Europa wichtig ist

18. Januar 2012

Es gibt immer wieder kleinen Perlen im Internet – und manchmal findet man sie auch. Ich habe den Eindruck, mit der Seite von MMM Europe auf eine solche gestoßen zu sein. Dabei ist das Mouvement Mondial des Mères-Europe (in Englisch heißt der Verein Make Mothers Matter) schon recht alt: 1947 wurde die Organisation gegründet und vertritt heute 6 Millionen Frauen in über 30 Ländern. Ihr Ziel ist es, in Gesellschaft und Politik auf die Bedürfnisse von Müttern hinzuweisen und darauf aufmerksam zu machen, welchen Beitrag Mamas für eine funktionierende Gesellschaft leisten. Zwischenzeitlich hat MMM dafür auch einen beratenden Status bei der UN inne.

Bereits im Mai 2011 hat die Organisation die Ergebnisse eine Umfrage unter 11.000 Müttern in Europa veröffentlicht. Den ganzen Beitrag lesen »

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Mensch, Esau!

17. Januar 2012

Mensch, Esau! Wie konntest du nur?! Dein Erstgeburtrecht für ein Linsengericht aufgeben. Weißt du eigentlich, was du damit hättest machen können? Du hättest Geschichte schreiben können. Du wärst als alter, weiser Patriarch in das Bucher der Bücher eingegangen. Aber so? So bleibst du nur als der in Erinnerung, der seine Zukunft für ein schnödes Linsengericht aufgegeben hat. Versteh’ mich jetzt bitte nicht falsch. Ich habe nichts gegen Linsen.  Aber deine Zukunft, dein Status, deine Chancen. Alles weg. Für ein paar Linsen.

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Wandern ohne aufzustehen

12. Januar 2012

www.takkiwrites.com - Blog von Birgit-Cathrin Duval - Journalistin und Fotografin

Für die Liebhaber gepflegter Fotografien gibt es heuten mal einen ganz besondern Blog-Tipp: Die Journalistin und Fotografin Birgit-Cathrin Duval nimmt in ihrem Blog takkiwrites Leser und Zuschauer regelrecht mit auf ihre Reisen und Ausflüge. Egal ob es sich dabei um den Schwarzwald oder die Serengeti handelt. Die Autorin beschränkt sich bei ihren Beschreibungen aufs Wesentliche, man wird mit fototechnischen Details verschont und bekommt dafür viel mit von der Idee zu einem Bild bis hin zur Umsetzung. Erfrischend auch die Bodenständigkeit mit der die Fotografin ihre Bilder und ihre Arbeit beschreibt. Ein echter Surttipp!

Michael Gerster

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Freitag der 13.: Ablage P bitte!

10. Januar 2012

Das Schreckgespenst holt uns in diesem Jahr drei Mal ein und damit so oft wie nur selten: Freitag der 13. Am Ende dieser Woche ist es das erste Mal so weit, die scheinbare Ursache für den Autounfall, das Ausrutschen auf Glatteis und sonstiges Unglück wiederholt sich am 13. April und am 13. Juli.

So werden auch am kommenden Freitag einige Menschen ihre Flüge und Reisen unterbrechen, Termine absagen oder sich überhaupt nicht aus dem Bett trauen. Die Angst vor dem Unglückstag kann sogar krank machen. Paraskavedekatriaphobie nennen Mediziner das Krankheitsbild.

Völlig unbegründet sei diese Angst, sagt die Technikerkrankenkasse (TK) Niedersachsen in einer aktuellen Pressemitteilung. Die Unfallzahl sei zwar laut den Verkehrsdaten des Statistischen Bundesamtes an Freitagen, die auf den 13. des Monats fallen, durchschnittlich 14 Prozent höher als im Durchschnitt aller Tage. Dies liege aber vor allem daran, dass der Freitag ohnehin ein Spitzentag in puncto Mobilität sei. Mehr Pendler, höheres Verkehrsaufkommen, mehr Unfälle. Der direkte Vergleich von Freitagen mit und ohne 13 im Datum zeigt: Die Anzahl der Unfälle an besagten Unglückstagen ist sogar ein wenig niedriger als die an normalen Freitagen.

Ohnehin scheint das Unglück relativ zu sein. In Italien ist Freitag der 17. ein Unglückstag,  in anderen Ländern ist es Dienstag der 13. Es könnte anstrengend werden, allem vermeintlichen Unglück der Welt aus dem Weg zu gehen.

Gut beraten, wer eher auf Vertrauen als auf Angst setzt. Zum Beispiel auf Gott. Bei ihm fällt nicht einmal ein Spatz auf die Erde fällt, ohne dass er seine Hand darüber hält. (Matthäus 10, 29) Gegen diesen guten Gott kommt keine noch so böse 13 an.

Joachim Bär

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Gott und das FBI

9. Januar 2012

Was macht einen Menschen eigentlich im Kern seiner Identität aus? Was er tut? Was er sagt? Was er ist? Der Kunst-Professor Hasan M. Elahi dokumentiert seit fast zehn Jahren im Internet, was er jeden Tag tut: Essen, Flughäfen, Toilettengänge, Bankbewegungen. Was ursprünglich als Versuch gedacht war, das FBI von seiner Unschuld zu überzeugen (er geriet 2002 auf eine Liste verdächtiger Personen des FBI), geriet über die Jahre zu einem subversiven Kunstprojekt. Im Rahmen eines TED-Talks erzählte er seine Geschichte und stellte seine Webseite vor. Ein zentrale Gedanke: Ich gebe alles von mir preis und trotzdem wisst ihr nichts über mich.

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Gute Erfahrungen und schlechte Gottesbilder

6. Januar 2012

Ein Nachklapp zum gestrigen Post zum Thema Sorge und Vertrauen: Jesus legt ja in seinen Predigten Wert darauf, Gott als Vater zu zeigen. Er fordert zum Vertrauen heraus. Dabei scheint ihm sehr wohl bewusst zu sein, dass wir Menschen so unsere Schwierigkeiten haben, Gott als liebevollen Vater zu sehen. Wie würden wir dieses Problem angehen?

Wir würden vielleicht darüber reden, wie sehr das eigene Vaterbild das Gottesbild prägt. Wie wichtig es ist, dass Wunden aus der Kindheit heilen und dass Vergebung geschieht. Ich glaube, all dies ist gut und wichtig. Jesus bietet in Lukas 18 einen anderen Weg an. Es ist die Geschichte vom ungerechten Richter und der “nervigen” Witwe:

Durch folgendes Gleichnis machte er ihnen deutlich, dass sie immer beten sollten, ohne sich entmutigen zu lassen:
“In einer Stadt lebte ein Richter”, sagte er, “der achtete weder Gott noch die Menschen. In der gleichen Stadt lebte auch eine Witwe, die immer wieder zu ihm kam und ihn aufforderte, ihr zum Recht gegen jemand zu verhelfen, der ihr Unrecht getan hatte.
Lange Zeit wollte der Richter nicht, doch schließlich sagte er : ‘Ich mache mir zwar nichts aus Gott, und was die Menschen denken, ist mir egal, doch diese aufdringliche Witwe wird mir lästig. Ich muss ihr zum Recht verhelfen, sonst wird sie am Ende noch handgreiflich.’”
Der Herr fuhr fort: “Habt ihr gehört, was dieser Richter sagt, dem es ja gar nicht um Gerechtigkeit geht? Sollte Gott da nicht erst recht seinen Auserwählten zu ihrem Recht verhelfen, die Tag und Nacht zu ihm rufen? Wird er sie etwa lange warten lassen? Ich sage euch: Er wird dafür sorgen, dass sie schnell zu ihrem Recht kommen. Aber wird der Menschensohn wohl solch einen Glauben auf der Erde finden, wenn er kommt?”
Wer die Geschichte oberflächlich liest, der man denken, dass Jesus Gott mit dem ungerechten Richter vergleicht, den man durch beharrliches Gebet erweichen muss. Und mal ehrlich: So  manches Gebet in christlichen Gebetskreisen hört sich tatsächlich so an. Doch Jesus will etwas ganz anderes damit sagen. Das Gleichnis macht deutlich: Selbst wenn man von Gott das Bild eines ungerechten Richters hätte, wäre es nicht umsonst zu beten. Man könnte selbst einen ungerechten Gott umstimmen. Wieviel mehr wird Gott, der gerechte Richter und liebevolle Vater dann die Gebete seiner Kinder erhören?
Ich finde es spannend, dass Jesus in diesem Gleichnis nicht versucht, durch Argumente und gutes Zureden das falsche Gottes bild zu verändern.  Stattdessen fordert er seine Zuhörer sozusagen auf, erstmal mit dem alten Gottesbild weiterzumachen und zu “arbeiten”. Das falsche Gottesbild soll sie nicht davon abhalten zu beten. Und das ist das Geheimnis: Sobald Menschen den Raum des Gebets betreten – und zwar wiederholt – passiert etwas:
Gott setzt Himmel und Erde in Bewegung, um seinen Kindern zu helfen.
Und je öfter ich bete und je öfter ich gute Erfahrunge machen umso blasser werden die falschen Gottesbilder. Gott tut seinen Kindern natürlich auch dann Gutes, wenn sie nicht zu ihm bitten. Dadurch beraubt man sich aber der Erfahrung, dass das eigene Gebet Kraft hat und das Gott wirklich direkt auf die Stimme seiner Kinder hört. Gute Dinge, die einem dann widerfahren, könnte man als Zufall oder gönnerhafte Laune eines ungerechten Gottes abtun.
Das kann man aber nicht, wenn man wiederholt die Erfahrung macht, dass Gott mein Gebet erhört. Denn das heißt: Ich bin ihm wichtig. So wichtig, dass der große Gott und gerechte Richter, sich zu mir beugt und mein Anliegen anhört und mir hilft. Weil ich sein Kind bin und ihn darum gebeten habe. Schlechte Gottesbild werden durch gute Erfahrungen durchbrochen. Jedes Gebet ist ein Schritt dorthin.
Michael Gerster
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Aufgaben eines Leiters, Teil II

5. Januar 2012

Der Post vom gestrigen Tag zu Mama Maggie Gobran geht mir weiter nach. Sie sagte auf dem Willow Creek Leiterschaftskongress im letzten Jahr:

“Die schwierigste Aufgabe eines Leiters ist es, den Allmächtigen kennen zu lernen und das eigene Herz rein zu halten.”

Gestern habe ich darüber nachgedacht, warum es so wichtig ist, eine tiefe, lebendige Beziehung zu Gott zu haben und was das für Auswirkungen im Leben hat. Oder eben, welche Auswirkungen es hat, wenn diese Beziehung auf Dauer vernachlässigt wird.

Beim Nachdenken über wichtige Eigenschaften eines Leiters ist mir noch eine weitere eingefallen:

Die Fähigkeit, seine Sorgen unter die Füße zu kriegen.

Ich meine damit nicht, dass man den starken Mann spielen muss und seine Ängste runterschluckt. Ganz im Gegenteil. Es ist wichtig, sich seine Ängste anzuschauen. Das hilft unter Umständen herauszufinden, woher sie kommen. Und ich gebe mich auch nicht der Illusion hin, dass es möglich ist ein komplett angst- und sorgenfreies Leben zu führen.

Vor einiger Zeit habe ich einen Beitrag für mehrglauben.de zum Thema Sorgen und Vertrauen geschrieben. Am Donnerstag stelle ich diesen Beitrag in ERF Pop vor. Ich habe darin viele gute Gedanken zum Thema Vertrauen zusammengetragen. Ich gebe Tipps, wie man das eigene Vertrauen stärken kann. Ein guter Beitrag also. Aber ich ahne schon, dass meine Radiokollegen die Gretchenfrage stellen werden: “Michael, wie hälst du’s eigentlich mit dem Sorgen?”

Ich werde zugeben müssen, dass das auch für mich ein immerwährendes Lernfeld ist. Eines der Hauptthemen der Bibel besteht ja in dem immer wiederkehrenden Aufruf Gottes, keine Furcht zu haben und ihm zu vertrauen.Dass dieser Aufruf so oft wiederholt wird, zeigt wie realistisch der Mensch in der Bibel eingeschätzt wird. Furcht geht nicht einfach so weg. Vertrauen ist ein Prozess, eine Einstellung, ein Lebensweg. Nicht umsonst spricht man davon, Vertrauen zu üben.

Was mich gleichermaßen tröstet wie ernüchtert ist die Tatsache, dass Mut ja bekanntlicherweise nicht die Abwesenheit von Furcht ist, sondern der Entschluss, trotz Furcht entscheidende und wichtige Schritte zu gehen. Ich hätte gerne den Zaubertrank, der die Furcht für immer vertreibt. Ich würde gerne das eine Buch lesen, dass mir 1000 Kronleuchter des Mutes aufgehen lassen würde. Doch so wenig wie es diesen Zaubertrank gibt, gibt es auch nicht das eine, enscheidende Buch, die eine lebensverändernde Erkenntnis.

Es ist die Beziehung zu Gott, die mich verändert, mich mutiger macht. Es ist Gott selbst, der den Menschen seinen Heiligen Geist versprochen hat. Es ist dieser Tröster, Ermahner, Ermutiger, der mir hilft, die Schritte zu gehen, die heute dran sind. Nicht mehr und nicht weniger.

Was macht Ihnen Mut, die Schritte zu gehen, die heute dran sind?

Michael Gerster

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Die schwierigste Aufgabe für geistliche Leiter

4. Januar 2012

Laut Leadership Journal war sie eins der Highlights des letzten Willow Creek Leitungskongresses in Chicago: Mama Maggie Gobran. Die koptische Christin arbeitet in den Slums von Kairo und wird bereits mit Mutter Theresa verglichen. Sie leitet die Organisation Stephen’s Children, die sich um ausgestoßene und benachteiligte Menschen in Ägypten kümmert.

Wahrscheinlich war sie auf dem Leitungskongress ein interessanter Gegenentwurf zum westlichen Ideal eines Leiterschaftstypus. Interessant und nachdenkswert war es auf  jeden Fall, was sie zum Thema Leiterschaft zu sagen hatte:

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