Archiv der Kategorie ‘Reingelesen‘

Urlaubs-Lesetipp: Leben heißt unterwegs sein

Donnerstag, den 21. Juli 2011

Warum machen Menschen eigentlich Urlaub? Um nicht um 8 Uhr ins Büro kommen zu müssen. Endlich mal alle Folgen von Herr der Ringe in einer Nacht schauen. Um Krieg und Frieden in einer Sitzung zu lesen oder um selbst den Bestseller zu schreiben, den man schon lange schreiben wollte, wozu man aber nicht kam, weil man jeden Abend noch die Küche aufräumen muss und morgens die Kinder in die Schule zu bringen hat.

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Hilfe, wir werden Eltern!

Dienstag, den 19. Juli 2011

Ich hätte mir gewünscht, dass es dieses Buch gegeben hätte, bevor ich selbst Kinder bekam. Mit dem Buch „Eltern werden! Willkommen im Neuen Leben” von Martin Gundlach und Bianka Bleier gibt es endlich kleinen Ratgeber, der werdende Eltern auf das vorbereitet, was da auf sie in spätestens neun Monaten zukommt. (weiterlesen…)

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Die kleine Lady, die ihre Schuld nicht sah…

Donnerstag, den 7. Juli 2011

Habe mir gestern “Eine kleine Lady” aus der Bibliothek ausgeliehen und bin schon fast durch :-) . Es geht in dem biographischen Roman um Harriet Beecher Stowe, der Autorin von Onkel Toms Hütte. In einem streng christlichen Elternhaus aufgewachsen, fällt es ihr schwer, einen Zugang zu Gott zu finden. Zum einen fühlt sie sich nicht gut genug für Gott.  Zum anderen hat sie immer das Gefühl, dass sie ihre Schuld nicht so wahrnimmt, wie es für eine Bekehrung angemessen wäre.

Bei einem Gottesdienst hat sie dann ein Aha-Erlebnis:

Aber so sehr sie sich bemühte, ihre Verfehlungen zu erkennen und zu bereuen, wollte es ihr doch nicht gelingen. Wenn sie die farbenfrohe Pracht der Wiesenblumen betrachtete und die Bienen um den süßen Nektar summen hörte, konnte sie einfach nicht an ihre Sünden denken. Aber wenn sie nicht ihre Sünden bereute, konnte sie nicht gerettet werden…

Plötzlich kam ihr ein Gedanke. Wenn Jesus sie von den Sünden erlösen konnte, dann konnte er ihr doch sicherlich auch die nötige Sündenerkenntnis schenken. Ja, sie würde ihm einfach ganz und gar vertrauen. Bei diesem Gedanken wurde sie von einem tiefen Frieden erfüllt, wie sie ihn noch nie zuvor erlebt hatte. … Jesus, ich gehöre dir.

Was mich an dieser Stelle fasziniert hat, ist nicht unbedingt die Frage der fehlenden Sündenerkenntnis. Sofern diese Begebenheit wirklich so in Beecher-Stows Leben stattgefunden hat, zeigt sie einfach, dass wir es uns in Glaubensdingen oft viel zu kompliziert machen. Wir haben irgendein Problem, wissen irgendwo nicht weiter, denken, dass wir anders sein müssten. Und statt dass wir Jesus ranlassen und ihm zutrauen, dass er uns verändern kann, versuchen wir es selbst auf Biegen und Brechen – und scheitern.

Harriet hat die Sache mit der Sündenerkenntnis einfach Jesus überlassen. Er würde es ihr  zeigen, wenn es in ihrem Leben Schuld gab, die es zu klären gab. Ich finde diese gelassene und vertrauensvolle Haltung nachahmenswert. Warum machen wir es uns oft so schwer, statt einfach Jesus um Hilfe zu bitten und ihn machen zu lassen? Er wird es uns dann schon zeigen, wenn es Dinge gibt, bei denen wir mit anpacken können und müssen.

Eine kleine Lady

von Dorothee Dziewas

Brunnen Verlag

ISBN 3765516554

160 S.

11,99 € (im ERF Shop erhältlich)

Mehr zu Harriet Beechers Stowe finden Sie in dem Artikel “Die kleine Frau, die den großen Krieg anzettelte”

(Wow, die Dame muss wirklich klein gewesen sein (-;)

Hanna Willhelm

 

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Gibt es einen gerechten Krieg?

Dienstag, den 17. Mai 2011

“”Krieg ist immer Sünde.” – Wenn dieser Satz in meinen Vorträgen fällt, kommen Zuhörer auf mich zu, um zu widersprechen. “Gott hat doch Krieg befohlen”, meint einer, “und Gott befiehlt doch keine Sünde!” Also muss es einen gerechten Krieg geben, lautet die theologische Schlussfolgerung.
“Krieg ist immer Sünde.” – Wenn ich das betone, nicken mir viele demonstrativ zu. [...] Aber sie vergessen, dass König Samuel nach dem Zeugnis der Heiligen Schrift gerade deshalb von Gott verworfen wurde, weil er zu human war.”

Mit dieser Gegenüberstellung fängt Nahost-Korrespondent Johannes Gerloff seinen Text “Gibt es einen gerechten Krieg?” an. (weiterlesen…)

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Thriller Buchtipp: Um jeden Preis

Donnerstag, den 5. Mai 2011

Es gibt Bücher, die liest man in einem Zug runter, obwohl der Inhalt alles andere als schön ist. Bei “Um jeden Preis. Ein Thriller vom Rand der Welt” ging es mir so. Autor Tom Davis beschreibt darin die Geschichte eines amerikanischen Fotographen, der in Moskau unfreiwillig in die Machenschaften der Sex-Sklaven-Industrie hinein gerissen wird. Erschüttert über das Schicksal von den Waisenmädchen, denen er begegnet und die zur Prostitution gezwungen werden, begibt er sich selbst in Lebensgefahr, um einigen von ihnen zu helfen.

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Jünger wird man unterwegs

Dienstag, den 19. April 2011

Ich lese gerade das Buch “Jünger wird man unterwegs” von Dallas Willard, erschienen im Neufeld-Verlag. Es geht um das Thema Nachfolge und wie praktisch gelebter Glaube das Leben verändert (Spiritual Formation). Das Buch ist eine Sammlung verschieder Vorträge und Aufsätze Willards. Daher lässt sich jedes Kapitel gewinnbringend für sich lesen. Und trotzdem zieht sich das Thema Jüngerschaft wie ein roter Faden durch das Buch.

Eines der Higlights ist der etwas längere Vortrag “Geistliches Wachstum in Christus – ein lebenslanger Prozess”, den Willard im Rahmen einer Universitäts-Tagung gehalten hat. Das macht den Ton den Vortrags umso interessanter, denn Willard redet wirklich Tacheles. So zum Beispiel in diesem Zitat:

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Warum ein Pfarrer zum Zweifeln rät

Donnerstag, den 31. März 2011

Als Vorbereitung für einen Artikel zum Thema Zweifel ist mir ein kleines Buch in die Hände gefallen, das ich hier kurz vorstellen möchte: “Glauben? Vergiss es! Warum sich Zweifeln lohnt”. Die provokante Überschrift auf dem Buchrücken lautet: Ein Pfarrer rät zum Zweifel!

"Glauben? Vergiss es! Warum sich Zweifel lohnt" (weiterlesen…)

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Manches war gut in Afghanistan

Mittwoch, den 23. Februar 2011

Das Buch ist schon einige Jahre alt: 2003 ist Drachenläufer erschienen, seitdem wurde es in 42 Sprachen übersetzt. Khaled Hosseini erzählt darin die Geschichte von zwei Jungs aus Afghanistan. Das besondere: Der Roman beginnt in einer Zeit, in der vermutlich kaum ein Afghane geahnt hat, was das Land in den nächsten Jahrzehnten durchmachen würde. Am Horizont gab es noch keine Sowjets und auch noch keine Taliban. Hosseini beschreibt eine Gesellschaft, die zwar muslimisch geprägt war, in der aber vor allem die Intellektuellen und Reichen nach Westen schauten. In der es im Kino Western gab und die Menschen frei ihre Meinung äußern konnten. Eine Gesellschaft, in der der Autor selbst aufgewachsen ist.

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Von Krankenkassen und Krippenstudien

Donnerstag, den 25. November 2010

Momentan scheinen Babys und Kinder bei uns im Notizblog das Thema zu sein. :-)   Nachdem ich heute in der Zeitschrift “Neues Leben” (04/2010) zwei interessante Kurznachrichten gelesen habe, möchte ich  zwei Informationen daraus nachschieben, bei denen es ebenfalls um die Kleinen geht:

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Liebe deine Feinde, wie Harald Schmidt es tut

Mittwoch, den 17. November 2010

In der Zeitschrift Mobil wurde Harald Schmidt gefragt, was er tut, wenn er mit einer Dienstleistung unzufrieden ist. Seine Antwort fand ich genial:

“Je mieser die Dienstleistung ist, desto extremer wird bei mir das Lob. Ich bin mal mit einem Taxifahrer gefahren in Köln, der hat gesagt: “Isch muss Sie fahren, dazu bin isch verpflischtet, aber isch mag Sie nisch. Sie sind für misch dat arroganteste A…loch wat isch im Fernsehen kenne.” Ich weiß von Kollegen, die sagen da: “Fahren Sie sofort rechts ran”, Nummer, Beschwerde. Aber das bringt nichts. Ich habe nur “Ja, tatsächlich?” gesagt und ihm am Schluss 30 Euro Trinkgeld gegeben. Er hat schließlich seinen ganzen Mut zusammengenommen, um mir das mal hinzuschleudern, auf die Gefahr hin, dass er seinen Job verliert. Aber ich würde doch niemals der Boulevardpresse den Triumpf gönnen: “Dirty Harry: So beschimpft er den Halbwaisen im Taxi!” Nein, ich sage: “Kann ich bitte Ihre Karte haben, ich möchte nur noch mit Ihnen fahren.”

Klar, Harald Schmidt ist Profi. Er kann es sich – auch im wörtlichen Sinne – leisten, sich so zu verhalten. Und was er über den Taxifahrer gedacht hat, steht noch mal auf einem anderen Blatt. Trotzdem: Mich hat das Verhalten Schmidts in dieser Situation beeindruckt.

Ich habe für mich überlegt, wie ich das selbst umsetzen könnte.  Vielleicht mit einem besonders großzügigen Trinkgeld, wenn der Kellner im Restaurant die besser betuchten Gäste eindeutig meiner eigenen Wenigkeit vorzieht. Oder mit dem freundlichen Wunsch nach einem guten Tag, wenn die Dame auf dem Amt einem das Gefühl gibt, der Trottel vom Dienst zu sein, weil man nicht gleich alle Vorschriften kapiert.

Ich glaube, wenn hinter einer solchen “Vergeltungshandlung” kein Zynismus oder eine “Ich beschäme Dich jetzt mal und zeige Dir, wie man es besser macht”-Haltung steht, dann kommt sie dem biblischen Gebot, die Feinde zu lieben und sie zu segnen schon ziemlich nahe.

Wäre natürlich spannend zu wissen, was der Taxifahrer heute über Harald Schmidt denkt….

Quelle: Mobil 22/ 2010; S.15

Hanna Keller

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