Kanaanäisch – Deutsch. Deutsch – Kanaanäisch
Eine Bekannte hat heute bei Facebook folgenden Satz gepostet, den sie im Schaukasten einer Kirche gesehen hat: “Wir wünschen Ihnen entblößende Ostererfahrungen und eine Ahnung jener Auferstehungswirklichkeit, die uns in Gewänder des Heils kleidet.”
Was sind entblößende Ostererfahrungen?!
Nun hat diese Kirchengemeinde das sicherlich gut gemeint. Trotzdem war der Begriff Gewänder des Heils für meine kirchenferne Bekannte unverständlich und mit den entblößenden Ostererfahrungen konnte sie überhaupt nichts anfangen. Ich selbst habe auch eine Weile gebraucht, bis ich den Satz verstanden habe… (Wie geht es Ihnen damit?
)
Mir hat diese Begebenheit wieder deutlich vor Augen geführt, wie wichtig das Ringen um eine verständliche Sprache ist, wenn wir vom Glauben an Gott reden. Wenn wir Begriffe gebrauchen, mit denen der andere nichts anfangen kann, kommt auch der Inhalt unserer Botschaft nicht an oder wird im schlimmsten Fall sogar missverstanden.
Sprechen Sie Glaubens-Deutsch?
Daneben sehe ich das Ganze auch als eine sportliche Denkherausforderung: Wenn ich nicht die vorgeprägten Begriffe gebrauchen kann, muss ich ganz neu überlegen, was typisch “kanaanäische” Worte wie Sünde, Heilsgewissheit, das Wort oder eben auch das Gewand des Heils eigentlich bedeuten. Das hilft auch dem eigenen Glauben auf die Sprünge.
Wie gesagt: Ich möchte mich nicht über die betreffende Kirchengemeinde lustig machen, das steht mir nicht zu. Aber ich verstehe diese kleine Erlebnis als eine erneute Herausforderung an uns Christen, so zu reden, dass man uns auch außerhalb der Kirchenwände Kanaans versteht!
-> Wie verstehen Sie den Schaukastensatz? Und wie würden Sie die im Text genannten kanaanäischen Begriffe einem Menschen erklären, der mit dem christlichen Glauben nichts am Hut hat? Machen Sie mit und schreiben Sie uns Ihre Vorschläge über die Kommentarfunktion!
Hanna Willhelm
Bildrechte: aditzugh / sxc.hu
Tags: christliche Inhalte verständlich formulieren, Kanaanäisch, Missverständnisse über den Glauben vermeiden, verständlich vom Glauben reden
Am 7. Mai 2012 um 19:31 Uhr
hallo hanna, gutes thema,
ja man muß sich selbst hinterfragen und entdeckt doch mal wieder, wie wenig man weiß.
oft benutzt man worte, weil sie passen und man sie ja auch oft genug in dem zusammenhang gehört und …
also, ich werde mich dazu morgen wieder melden und hoffe für mich etwas mehr dazu sagen zu können.
jedenfalls möchte ich mich heut bei euch bedanken, daß es euch gibt und
ich versuche hier auf der plattform erstmal klar zu kommen, was ja nicht so schwer ist aber ich bin nicht so`n computerfreak und kann nicht so lange aushalten, da ich krank (ms) bin, schnell müde werde und meine augen schlapp machen und die finger nicht so wollen wie sie sollen.
so, darum werde ich mich für heute verabschieden,
schönen abend und `ne gute nacht
eure heike
Am 8. Mai 2012 um 22:12 Uhr
glaubens-deutsch,
liebe hanna, das ist nicht einfach.
deutsch ist ja schon ne schwierige sprache und dann noch glaubens-deutsch…
hm, das ist wohl schwer.
ob ich für weitreichende erklärungen geeignet bin, ist fraglich, aber ich möchte hier mit euch zusammen und übers fernsehen so viel wie möglich lernen und dazu muß ich mir gedanken machen. warum soll ich nicht mit so´nen erklärungen anfangen.
ich versuch´s mal mit der
sünde: auch ich habe gesündigt, ich habe mich scheiden lassen und meine kinder haben darunter gelitten.
ich bete jeden tag um gnade und hoffe die beiden haben nichts auf ihrer seele zurück behalten.
ja, auch mein verhältnis zu gott war gestört, während der verbindung mit meinem ersten mann, des erzeugers meiner kinder. jetzt weiß ich es
und wünsche mir gott vergibt mir und nimmt meine kinder unter seine fittiche, in seine hände und führt sie auch wenn sie selbst es nicht wollen würden.
ist sünde eine beziehungsstörung? ich meine ja, eine zwischen mensch und gott.
ist sünde auch gottesbeleidigung oder/und rebellion gegen ihn, wie das verbot an gott zu glauben, im sozialismus, ja und da habe ich vielleicht das heimlich glauben gelernt und kann heut noch nicht drüber reden mit anders denkenden.
da man gott nicht sehen kann, wie einen menschen oder anderes wirklich geschaffenes, fällt es so schwer zu glauben und es gehört stärke dazu anderen von ihm zu berichten, wobei ich glaube, daß gott uns seine nähe spüren lässt, ja gar sehen lässt er sich, wenn man ehrlich glaubt.
ich glaube es und weiß es, er ist da, bei uns in und durch jesus.
nun ist für heut genug, melde mich morgen wieder, wenn´s recht ist.
ganz liebe grüße an´s ganze erf-team
eure heike